Gute deutsche Lieder können auch aus Bern kommen.

Zum ersten Mal als Vorband von Gisbert Zu Knyphausen (11.06.2009, El Lokal, Zürich) gehört. Sehr überzeugend.
… sagte Michael Jackson über seine geplanten letzten Konzerte in London und guckt sich jetzt die Radieschen von unten an.
Wir haben soviel zusammen erlebt. Ich und du. Beste Freundinnen. Die ersten Zigaretten. Ein Festival bei dem uns das Wasser bis zu den Knien reichte. Mitten in der Nacht bei dir zuhause kochen. Das Gymnasium. Die Matura. Dein Vater beschwerte sich vor dem neuen Handyvertrag oft über die hohen Telefonrechnungen. Als ein Schlagzeuger mir das Leben und das Herz schwer machte, warst du da. Stelltest dich schützend vor mich. Ich hinderte dich daran völlig betrunken in den Fluss zu springen. Zu Fuss auf dem Weg zu einer Party in einem Kuhkaff und dann fängt es plötzlich an zu schneien. Das erste Pearl Jam Konzert meines Lebens. Meinen Liebeskummer. Deinen Liebeskummer. Mein Finne durfte bei dir wohnen. Die von ihm zum Abschied gefertigte Zeichnung zeigt uns alle und ist wahrscheinlich immer noch bei dir. Wir haben angefangen zu studieren. Du hast dich in die Arbeit gestürzt und hast dich verändert. Ein Mann in meinem Leben, der mir nichts bedeutete und jetzt stelltest du mich bloss. Ich verzieh dir. Der erste April war dieses Jahr schon vorbei als du mir dann von deinem Vorhaben erzählst hast. Ich wollte es trotzdem nicht glauben. Ich machte mir Sorgen, versuchte dir zu helfen. Wir stritten uns. Du wolltest mir eine Verantwortung aufbürden, die man niemandem aufbürdet. Ich dachte unsere Freundschaft würde nicht an so etwas zerbrechen.
Du wirst deinen Weg gehen, doch ich werde dich nicht begleiten.
Das war’s.
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Frauen seien wie Fernbedienungen mit ganz vielen Knöpfen, manche vergleichen uns gar mit Akkordeons. Männer seien da anders, behaupten viele, die meinen der Mann sei ein einfach gestricktes Wesen. Ich nehme an, die Fernbedienung für den Mann hat wirklich nur einen Knopf. Dieser Knopf vereint in sich aber alle gängigen Funktionen. Die zugrundeliegende Funktion wird beim Drücken mittels eines Algorithmus ausgewählt, der die intellektuellen Fähigkeiten jedes Mitmenschen übersteigt. Ahnungslos drückst du den Knopf und das was dann geschieht erscheint auch bei näherer Betrachtung oft nicht logisch, löst Kopfschütteln oder wüstes Fluchen aus. Zumindest manche meiner Männer sind so. Man lernt sich kennen, man redet, er ist interessiert, man will sich wieder treffen. Doch dann drückt man wieder auf den Knopf, erwischt leider die Funktion „Kalte Füsse“ und er versetzt einem und meldet sich nicht mehr.
Wenn er sich wieder meldet, mir erklärt er hätte eben in Nordkorea das Atomprogramm sabotieren und nebenher auf die höchst aggressive Katze seiner Nachbarin aufpassen müssen, dann werde ich mich gnädig zeigen. Ohne einen wirkliche Entschuldigung wird er den (hoffentlich) viel zu teuren Kaffee bezahlen während ich ihn ansehe und denke: Bin ich zu stark, bist du zu schwach.
