Gespeichert unter: Musik | Schlagworte: Caligulove, Dave Grohl, Foo Fighters, Gunman, John Paul Jones, Josh Homme, Led Zeppelin, Lowlands Festival, New Fang, Queens Of The Stone Age, Them Crooked Vultures

Mittlerweile mag ich Geier nicht mehr besonders. Wenn die Geier aber Josh Homme, Dave Grohl und John Paul Jones heissen und zusammen am Musikhimmel kreisen, dann könnten Geier bald zu meinen neuen Lieblingstieren avancieren. Das noch unbetitelte Album erscheint wohl Ende November und ich bin sehr gespannt was bis dahin noch ausgebrütet wird.
Als Vorgeschmack einige Videos vom Lowlands Festival in den Niederlanden:
Gunman
Caligulove
New Fang
Gespeichert unter: Leben | Schlagworte: 1. August, Burgdorf, Ex, Friseur, Katze, Männer, Tod, Wut, Zigaretten
Während der rote Koffer unbeachtet und vernachlässigt in der Wohnung lag, war ich unterwegs um keine Katastrophe zu verpassen.
Den Nationalfeiertag, also den 1. August, verbrachte ich vor zwei Jahren in den Armen eines sehr blonden Finnen, der ganz, ganz toll war und jetzt leider wieder in Finnland lebt. Dieses Jahr war es dann ein Ostschweizer, der nicht blond, dafür unsensibel und taktlos war und leider gleich um die Ecke lebt. Zusammen mit seinem Mitbewohner, der ein derart freches Mundwerk besitzt, dass ich ihm an diesem Abend am liebsten meinen Martini über den Kopf gekippt hätte und ihn in Gedanken schon im Backofen brutzeln sah. Der Abend endete damit, dass ich alleine und völlig entnervt bei mir Zuhause ankam und am liebsten alles kurz und klein geschlagen hätte. Seit diesem Abend besitze ich wieder eine Notfallpackung Zigaretten. Leider sollte sie nicht lange ungeöffnent bleiben.
Nicht zwei Wochen später sass ich zusammen mit meiner Schwester am Bahnhof Burgdorf, Rauch stieg aus meiner Nase auf und zu meinen Füssen stand die leere Katzenbox. Sweetie, die eine Katze meiner Schwester, starb am 12. August 2009. Es folgten drückend heisse Tage in denen ich mich vor dem Studium drückte und Nächte in denen ich zu viel nachdachte.In diesen Tagen lief mir auch gleich zwei Mal mein Ex über den Weg, den ich wegen seiner entenähnlichen Gangart leider immer noch von anderen Menschen unterscheiden kann. Bleibt noch zu erwähnen, dass mein letzter Friseurbesuch ein Reinfall war. Der Friseur meines Vertrauens war in den Ferien und ich habe keine Ahnung wo der kurze, nach hinten abgeschrägte Bob ist. Auf meinem Kopf jedenfalls nicht.
Gespeichert unter: Leben, Musik | Schlagworte: Backspacer, Musik, Pearl Jam, The Fixer

Pearl Jam lassen endlich wieder etwas von sich hören, nur gefallen will mir das nicht. Die erste Single aus dem neuen Album Backspacer ist The Fixer und wird laut Universal Music Anfang September 2009 veröffentlicht. Das Lied hat zweifellos Ohrwurmqualitäten. Es bleibt auch mir im Ohr hängen, der rechte Fuss wippt sogar mit, aber freuen kann ich mich nicht. Der Sound erinnert sehr an die Avocado, an Lieder wie Big Wave oder Unemployable, die mir nie sehr gefallen haben und für mich nie eine besondere Bedeutung erlangt haben. Das Lied ist mit 2.57 sehr kurz und irgendwie wirkt alles etwas lieblos aneinander gepappt. Ein paar Mal weniger ‘Yeah Yeah Yeah’ hätte auch nicht geschadet. Ausserdem klingt Eddie verdammt schlecht, sein Gesang klingt sehr angestrengt und gepresst. Man sollte ihm das Rauchen verbieten. Das man noch weniger versteht als sonst, stört mich nicht weiter. Aber dieses Lied lässt mich seltsam kalt. Vielleicht fürchte ich mich auch nur vor Powerrock und einem Radiorock-Album? Als Singleauskopplung hätte ich wirklich mehr erwartet.
Got Some, der Song den sie live bei Conan O’ Brian gespielt haben, gefällt mir viel besser.
Dass ich eine arme Studentin bin und mir deswegen das Geld fehlt, um am 15. August wieder in der Wuhlheide (Berlin) zu sein, macht mir trotzdem sehr zu schaffen.
Gute deutsche Lieder können auch aus Bern kommen.

Zum ersten Mal als Vorband von Gisbert Zu Knyphausen (11.06.2009, El Lokal, Zürich) gehört. Sehr überzeugend.
… sagte Michael Jackson über seine geplanten letzten Konzerte in London und guckt sich jetzt die Radieschen von unten an.
Wir haben soviel zusammen erlebt. Ich und du. Beste Freundinnen. Die ersten Zigaretten. Ein Festival bei dem uns das Wasser bis zu den Knien reichte. Mitten in der Nacht bei dir zuhause kochen. Das Gymnasium. Die Matura. Dein Vater beschwerte sich vor dem neuen Handyvertrag oft über die hohen Telefonrechnungen. Als ein Schlagzeuger mir das Leben und das Herz schwer machte, warst du da. Stelltest dich schützend vor mich. Ich hinderte dich daran völlig betrunken in den Fluss zu springen. Zu Fuss auf dem Weg zu einer Party in einem Kuhkaff und dann fängt es plötzlich an zu schneien. Das erste Pearl Jam Konzert meines Lebens. Meinen Liebeskummer. Deinen Liebeskummer. Mein Finne durfte bei dir wohnen. Die von ihm zum Abschied gefertigte Zeichnung zeigt uns alle und ist wahrscheinlich immer noch bei dir. Wir haben angefangen zu studieren. Du hast dich in die Arbeit gestürzt und hast dich verändert. Ein Mann in meinem Leben, der mir nichts bedeutete und jetzt stelltest du mich bloss. Ich verzieh dir. Der erste April war dieses Jahr schon vorbei als du mir dann von deinem Vorhaben erzählst hast. Ich wollte es trotzdem nicht glauben. Ich machte mir Sorgen, versuchte dir zu helfen. Wir stritten uns. Du wolltest mir eine Verantwortung aufbürden, die man niemandem aufbürdet. Ich dachte unsere Freundschaft würde nicht an so etwas zerbrechen.
Du wirst deinen Weg gehen, doch ich werde dich nicht begleiten.
Das war’s.
Gespeichert unter: Leben | Schlagworte: Beziehungen, Date, Gefühle, Leben, Männer
Frauen seien wie Fernbedienungen mit ganz vielen Knöpfen, manche vergleichen uns gar mit Akkordeons. Männer seien da anders, behaupten viele, die meinen der Mann sei ein einfach gestricktes Wesen. Ich nehme an, die Fernbedienung für den Mann hat wirklich nur einen Knopf. Dieser Knopf vereint in sich aber alle gängigen Funktionen. Die zugrundeliegende Funktion wird beim Drücken mittels eines Algorithmus ausgewählt, der die intellektuellen Fähigkeiten jedes Mitmenschen übersteigt. Ahnungslos drückst du den Knopf und das was dann geschieht erscheint auch bei näherer Betrachtung oft nicht logisch, löst Kopfschütteln oder wüstes Fluchen aus. Zumindest manche meiner Männer sind so. Man lernt sich kennen, man redet, er ist interessiert, man will sich wieder treffen. Doch dann drückt man wieder auf den Knopf, erwischt leider die Funktion „Kalte Füsse“ und er versetzt einem und meldet sich nicht mehr.
Wenn er sich wieder meldet, mir erklärt er hätte eben in Nordkorea das Atomprogramm sabotieren und nebenher auf die höchst aggressive Katze seiner Nachbarin aufpassen müssen, dann werde ich mich gnädig zeigen. Ohne einen wirkliche Entschuldigung wird er den (hoffentlich) viel zu teuren Kaffee bezahlen während ich ihn ansehe und denke: Bin ich zu stark, bist du zu schwach.

